Venezuela setzt Schulunterricht nach Erdbeben aus

Berlin/Caracas - Nach den verheerenden Erdbeben hat Venezuela den Schulunterricht im ganzen Land für eine weitere Woche ausgesetzt. Wie die oppositionelle Zeitung „El Pitazo“ am Sonntag (Ortszeit) weiter berichtete, beschloss die Regierung zudem die Einrichtung von Übergangslagern für Menschen, die ihr Zuhause verloren oder Angst haben, in teilweise zerstörte Häuser zurückzukehren.

Laut Regierungsangaben ist mittlerweile internationale Hilfe aus amerikanischen Nachbarländern, Europa, Afrika und Asien eingetroffen. Die USA hatten zudem bereits Ende letzter Woche vorübergehend alle Sanktionen gegen das südamerikanische Land aufgehoben.

Menschenrechtler warnen vor Verfolgung von Opposition

Mehrere Menschenrechtsorganisationen warnten laut „El Pitazo“ in einer gemeinsamen Erklärung jedoch, Hilfseinsätze des Militärs nach dem Beben dürften nicht dazu dienen, die Opposition des Landes weiter zu verfolgen. Erfahrung aus vergangenen Katastrophen hätten gezeigt, dass Militäreinsätze neben konkreter Hilfe auch dazu genutzt würden.

Am vergangenen Mittwoch hatten zwei Beben der Stärken 7,2 und 7,5 Venezuela getroffen. Bis Wochenbeginn waren 1.450 Tote gemeldet, mehrere Zehntausend Menschen gelten weiterhin als vermisst.

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