Hannover - Mehrere Hundert deutsche Städte wollen auch in diesem Jahr wieder am 8. Juli ein Zeichen für den Frieden und nukleare Abrüstung setzen. Dazu werden an den Rathäusern Flaggen der Initiative „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) gehisst, wie die Stadt Hannover am Freitag mitteilte. Hannover ist seit 2015 die deutsche „Lead City“ des Netzwerks und Partnerstadt der japanischen Stadt Hiroshima, wo 1945 von den USA die erste Atombombe gezündet wurde.
Mit dem Flaggentag erinnern die „Mayors for Peace“ an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte darin fest, dass die Androhung des Einsatzes sowie der tatsächliche Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung bestehe, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen“.
Weltweites Netzwerk in Hiroshima gegründet
Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Bundesweit gehören mehr als 900 Orte und weltweit über 8.000 in 166 Ländern dem Netzwerk an.