Genf - Die gefährliche Ebola-Krankheit breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mitteilte, wurden in den betroffenen Gebieten bislang 1.561 Ebola-Fälle bestätigt. 506 Menschen seien gestorben.
Anne Ancia, die WHO-Repräsentantin im Kongo, sagte, dass das ganze Ausmaß des Ausbruchs noch immer unklar sei. Ancia betonte auch, dass der Kampf gegen die Epidemie Fortschritte mache. Die Laborkapazitäten seien ausgebaut worden. Nach der Einrichtung von zehn Labors in den betroffenen Provinzen sei die Zahl der Tests stark gestiegen.
Gewalt behindert Kampf gegen die Ebola
Zudem habe Mitte voriger Woche eine klinische Studie zur Ermittlung wirksamer Behandlungsmethoden begonnen. Für die Bundibugyo-Variante des Erregers, die für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist, gebe es bisher weder Medikamente noch eine Impfung.
Die Behörden haben laut WHO viele Fälle in der Provinz Ituri erfasst. Auch Nord-Kivu und Süd-Kivu seien betroffen. Fälle seien auch aus Uganda gemeldet worden. Die Weltgesundheitsorganisation hatte im Mai angesichts des Ausbruchs den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die Eindämmung der Infektionskrankheit wird durch die Gewalt im Osten des Kongos behindert. Dort kämpfen Regierungstruppen und Milizen um Macht und die Kontrolle über Rohstoffe.
