Welthungerhilfe zu Venezuela: "Es fehlt an allem"

Bonn - Zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Not laut Welthungerhilfe immens. Viele der Überlebenden hätten alles verloren und blieben noch monatelang auf Unterstützung angewiesen, erklärte Raúl Ortega vom Welthungerhilfe-Projektpartner ACTED am Mittwoch aus Caracas.

„Die Lage ist schrecklich, viele Menschen sind verzweifelt. Familien mit Kleinkindern sind Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt“, berichtete Ortega. „Sie brauchen dringend sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Babyausstattung und Kochmöglichkeiten. Es fehlt an allem.“

Zehntausende noch vermisst

Nach dem Doppelbeben vor zwei Wochen wurden bislang fast 3.700 Tote geborgen, etwa 30.000 gelten nach Behördenangaben noch als vermisst. Tausende haben ihr Zuhause verloren.

Viele harrten in provisorischen Notunterkünften oder kleinen Zelten am Straßenrand aus, erklärte die Welthungerhilfe. Familien bangten um ihre vermissten Angehörigen und benötigten sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Hygieneartikel, aber auch psychosoziale Unterstützung. Die Solidarität vor Ort sei beeindruckend, doch reiche bei weitem nicht aus, bittet die Hilfsorganisation um Spenden.

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