Perus neue Präsidentin verspricht Kampf gegen Korruption

Keiko Fujimori gewann Anfang Juni knapp die Stichwahl um das Präsidentenamt. 26 Jahre nach dem Rücktritt ihres Vaters Alberto Fujimori, der das Land von 1990 bis 2000 autoritär regierte, zieht sie nun in den Präsidentenpalast ein.

Berlin/Lima - In Peru hat die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori ihr Amt als erste gewählte Präsidentin des Andenlandes angetreten. In ihrer Antrittsrede kündigte die Tochter des von 1990 bis 2000 autoritär herrschenden Präsidenten Alberto Fujimori am Dienstag (Ortszeit) an, sie werde „für alle Peruaner regieren“.

Sie übernehme ein „verwahrlostes Land“, erklärte Fujimori laut der Zeitung „La República“ vor dem Parlament. Ihr Ziel sei es daher, die Korruption zu bekämpfen und die staatlichen Dienstleistungen allen Peruanern zugänglich zu machen. Unter anderem müsse in Krankenhäuser und Schulen investiert werden.

Sieg im vierten Anlauf

Fujimori hatte am 7. Juni mit 50,1 Prozent die Stichwahl gegen den linken Kandidaten Roberto Sánchez knapp gewonnen. Es war ihr vierter Anlauf, Präsidentin zu werden. Während der Wahlkampagne hatte Fujimori versprochen, mit Militärgewalt gegen die Kriminalität im Land vorzugehen und durch weitere Liberalisierung die Wirtschaft des Landes zu fördern.

Peru hatte in den vergangenen acht Jahren insgesamt neun Präsidenten. Der letzte gewählte Präsident war der linke Pedro Castillo, der nach eineinhalb Jahren Amtszeit versuchte, den Kongress zu schließen und daraufhin von diesem 2022 abgesetzt wurde. Fujimoris Partei Fuerza Popular unterstützte wiederholt die Absetzung von Interimspräsidenten und ist selbst in mehrere Korruptionsskandale involviert. Auch gegen Fujimori lief ein Verfahren, das mittlerweile eingestellt ist.

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