Nairobi - Das ugandische Parlament hat einem möglichen Militäreinsatz im Gaza-Streifen zugestimmt. Wie die Zeitung „Daily Monitor“ am Donnerstagabend berichtete, stimmte das Parlament einem Vorschlag der Regierung zu. Dieser sieht vor, dass ugandische Soldaten Teil einer internationalen Stabilisierungstruppe werden können, die US-Präsident Donald Trump in einem vom UN-Sicherheitsrat bestätigten Plan vorgeschlagen hat. Die Opposition forderte mehr Informationen zu dem möglichen Einsatz.
Trump habe Uganda im Juli um Beteiligung gebeten, berichtete der staatliche Sender UBC. Die internationale Einsatztruppe solle helfen, den Gaza-Streifen zu demilitarisieren und eine neue Polizei aufzubauen, hieß es in dem im Dezember vom Sicherheitsrat verabschiedeten 20-Punkte-Plan der USA für ein Ende des Krieges zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas.
Planungen für rund 20.000 Mann
Die britische Zeitung „Guardian“ berichtete am Donnerstag, dass bereits eine US-Firma mit dem Bau einer Basis für ein marokkanisches Kontingent der Einsatztruppe beauftragt wurde. Nach Medienberichten wird an eine Stärke von rund 20.000 Mann gedacht. Der Friedensrat unter Trump soll auch den Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Gebiets leiten.