New York, Genf (epd). Der Unterricht von mehr als 171 Millionen Schülerinnen und Schülern weltweit war 2025 laut dem UN-Kinderhilfswerk Unicef durch Klimagefahren unterbrochen. Somit sei jedes zehnte Schulkind vom Vorschulalter bis zur Oberstufe betroffen gewesen, erklärte Unicef in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.
Unicef wertete dazu Daten aus 106 Ländern und Gebieten aus. Der Analyse zufolge waren Stürme im vergangenen Jahr die häufigste Ursache für Schulunterbrechungen. Sie trafen 109 Millionen Schülerinnen und Schüler weltweit. Überschwemmungen stoppten den Unterricht für mindestens 70 Millionen Lernende, Hitzewellen unterbrachen den Schulbetrieb für etwa 50 Millionen Kinder und Jugendliche.
Arme Länder besonders anfällig
Zwar waren laut Unicef Schülerinnen und Schüler aller Einkommensstufen von Unterbrechungen betroffen, doch drei Viertel von ihnen leben den Angaben nach in Ländern mit schwachen Einkommen. Den Bildungssystemen in diesen Ländern fehlten oft die nötigen Ressourcen, um das Lernen während klimabedingter Notfälle sicherzustellen.
In Pakistan beispielsweise hätten schwere Monsun-Überschwemmungen im August vergangenen Jahres die Rückkehr in die Schule für mehr als 28 Millionen Schülerinnen und Schüler verzögert. Dies sei eine der größten klimabedingten Bildungsunterbrechungen 2025 gewesen.