Frankfurt a.M./Nairobi - In Kenia ist erstmals ein Ebola-Fall im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo bestätigt worden. Ein kenianischer Staatsbürger, der aus dem Kongo eingereist war, starb am Montagabend in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Nairobi an den Folgen der Krankheit, wie die Zeitung „Daily Nation“ am Dienstag berichtete. Das kenianische Gesundheitsministerium bestätigte demnach die Ebola-Infektion.
Der Mann sei positiv auf die Bundibugyo-Variante des Virus getestet worden, hieß es. Diese ist für den derzeit im Ostkongo grassierenden Ausbruch mit inzwischen mehr als 4.000 Toten verantwortlich.
Mehr als 8.600 Ebola-Fälle im Kongo
Laut „Daily Nation“ lebte der Mann seit sieben Jahren im Kongo. Er sei zunächst auf dem Landweg nach Uganda gereist und von dort weiter nach Kenia geflogen. Nach seiner Ankunft in Nairobi sei er von einem Angehörigen und einem Freund in das Krankenhaus gebracht worden, wo er schließlich an den Folgen der Krankheit starb. Das Gesundheitsministerium hat laut dem Zeitungsbericht 28 Kontaktpersonen identifiziert, darunter Familienangehörige und das medizinische Personal, das ihn betreut hatte.
Der Ebola-Ausbruch im Kongo war Mitte Mai gemeldet worden, vermutlich begann er unerkannt bereits drei bis vier Monate zuvor. Mindestens 4.148 Menschen sind nach Angaben der kongolesischen Behörden bisher gestorben. 8.603 Fälle wurden bestätigt.
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