Nairobi - In Kenia steigt die Zahl der an Ebola Erkrankten. Wie das kenianische Gesundheitsministerium am Samstagabend erklärte, haben sich insgesamt sechs Menschen bei einem Mann angesteckt, der aus dem Kongo nach Kenia eingereist und dort am Montagabend an Ebola verstorben war. Unter den Infizierten sind außer engen Familienangehörigen auch Pflegekräfte aus dem Krankenhaus, in dem er behandelt wurde.
Laut dem Gesundheitsministerium befanden sich alle nun positiv getesteten bereits in Quarantäne und waren auf der Liste der Kontakte unter Beobachtung. Innerhalb von 21 Tagen nach Kontakt kann die Krankheit ausbrechen, die mit hohem Fieber, Grippesymptomen und Erbrechen einhergeht. Uganda hatte es geschafft, einen Ausbruch im Mai und Juni durch strikte Nachverfolgung aller Kontakte unter Kontrolle zu bringen.
Mehr als 4.500 Ebola-Tote im Kongo
Der Ebola-Ausbruch im Kongo war Mitte Mai gemeldet worden, vermutlich begann er unerkannt bereits drei bis vier Monate zuvor. Mindestens 4.536 Menschen sind nach Angaben der kongolesischen Behörden bisher gestorben. 9.415 Fälle wurden bestätigt. Zuletzt waren erstmals Fälle in der Region Nord Ubangi bestätigt worden, damit sind nun acht Provinzen im Ostkongo betroffen.
