Unicef: Angriffe auf Wasserinfrastruktur haben sich verdreifacht

In Konfliktgebieten häufen sich die Attacken auf Quellen, Brunnen und Leitungen. Die Zerstörung der Wasserinfrastruktur wird zur Waffe.

New York, Genf - Die Zahl der Angriffe auf Wasseranlagen und sanitäre Einrichtungen in Konfliktgebieten hat sich laut dem Kinderhilfswerk Unicef zwischen 2021 und 2025 verdreifacht. Kinder seien damit stärker von Krankheiten, Hunger und Gewalt bedroht, warnte Unicef am Donnerstag in New York.

Der Unicef-Bericht „Wasser unter Beschuss“ dokumentiert in 23 Ländern und Gebieten Angriffe auf Wasserinfrastruktur, auf Mitarbeitende der Versorger sowie Verbraucher. Unicef zählt sieben Angriffsarten: Sie reichen von Treffern auf Aufbereitungsanlagen, Leitungen und Brunnen bis hin zur Verunreinigung von Wasserquellen und eine eingeschränkte Versorgung mit Ersatzteilen und Aufbereitungschemikalien.

130.000 Meter Abwasserleitung in Gaza beschädigt

Im aktuellen Krieg im Sudan seien im Bundesstaat Khartum zeitweise nur noch eine der 13 Wasseraufbereitungsanlagen in Betrieb gewesen. In Burkina Faso seien zwischen 2020 und 2025 mehr als 145 Wasserstellen bei Angriffen zerstört worden. Dadurch seien rund 830.000 Menschen von der Wasserversorgung abgeschnitten worden, mehr als die Hälfte von ihnen Kinder.

Im Gazastreifen wurden den Angaben zufolge seit Oktober 2023 mehr als 130.000 Meter Abwasserleitungen beschädigt. Unbehandeltes Abwasser sei ins Mittelmeer oder in provisorische Auffangbecken geflossen.

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