Dr. Rainer Brockhaus

ist Direktor der Christoffel-Blindenmission Deutschland.

Artikel von Dr. Rainer Brockhaus

Herausgeberkolumne
Um die Agenda 2030 umzusetzen, müssen alle Entwicklungshilfs-Projekte Menschen mit Behinderungen berücksichtigen, meint Rainer Brockhaus.
Herausgeberkolumne
Neun von zehn behinderten Kindern in armen Ländern gehen nicht zur Schule. Das ist moralisch falsch und unwirtschaftlich, meint Rainer Brockhaus.
Herausgeberkolumne
Artikel 32 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Staaten, Menschen mit Behinderungen aktiv in ihre Entwicklungszusammenarbeit einzubinden. Auch in Deutschland ist der gute Wille dazu da – allein es mangelt an der Umsetzung.
Herausgeberkolumne
Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit wollen und sollen nachweisen, wie wirksam ihre Projekte sind. Sie arbeiten erfolgreich daran, besser zu messen, wie ihre Arbeit den Menschen hilft. Doch nicht alles lässt sich in Zahlen fassen.
Nachhaltigkeitsziele
Die UN-Nachhaltigkeitsziele sind unter Dach und Fach. Die bisher vorliegenden Indikatoren, an denen die Umsetzung gemessen werden soll, machen Hoffnung, dass die Lage von Menschen mit Behinderungen ausreichend beachtet wird.
Eine Milliarde Menschen weltweit leben mit einer Behinderung, vor allem in armen Ländern. Bei Erdbeben, Tsunamis und anderen Unglücken wird schnell übersehen, dass sie besonders auf Hilfe angewiesen sind. Schon mit einfachen Mitteln könnte viel für sie erreicht werden – und auch für andere.
Jeder fünfte der ärmsten Menschen weltweit ist behindert. Für sie ist es besonders schwer, der Armut zu entkommen. Das wiederum hindert sie daran, zur Entwicklung ihrer Heimatländer beizutragen. Dabei braucht es manchmal gar nicht viel, den Kreislauf von Armut und Behinderung zu durchbrechen.
Menschen mit Behinderungen stoßen auf Hindernisse, die ihnen ein Leben in Würde erschweren. Die alten Millenniumsentwicklungsziele nahmen davon keine Notiz. Und auch in der Debatte um Nachfolgeziele für die Zeit nach 2015 haben behinderte Menschen bislang keine Stimme. Das muss sich ändern.
Sogenannte „Jahrhundertfluten“ wie unlängst im Osten von Deutschland treten auch hierzulande viel häufiger aus, als der Begriff suggeriert. In vielen armen Ländern wiederum sind vom Klimawandel verstärkte Naturkatastrophen längst Alltag. Für diese Länder sind sie eine noch viel schwerere Bürde als für uns. Und Menschen mit Behinderungen drohen überall auf der Welt als erste unterzugehen.
Frauen in Entwicklungsländern leiden doppelt unter einer Behinderung

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