Digitalisierung

Hauptsache gut vernetzt?

Reis wird in diesem Projekt in Burkina Faso nachhaltig angebaut – und das wird elek­tronisch erfasst. Die digitale Revolution verändert auch die Landwirtschaft.  
Die Digitalisierung erfasst nach und nach weite Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft – auch im globalen Süden. Manche verbinden damit große Hoffnungen, andere verweisen auf neuartige Gefahren.

Digitale Kommunikationsmittel sind eine Errungenschaft. Sie erleichtern den Alltag, machen Wissen fast überall zugänglich und viele Wirtschaftsbereiche produktiver. Das gilt auch für  arme Länder, in denen etwa Finanztransfers per Handy und Bildung oder medizinische Versorgung aus der Ferne möglich werden. Manche Erwartungen wie die, das Internet bringe mehr Demokratie, haben sich aber als überzogen erwiesen. Und was die digitale Revolution für Arbeitsplätze, soziale Ungleichheit und Entwicklungschancen im Süden bedeutet, ist unter Fachleuten strittig.

Bringt das Internet bessere Regierungsführung und mehr Demokratie?

Diese Hoffnung hat nicht zuletzt der arabische Frühling von 2011 genährt. Er schien möglich, weil Menschen mittels Internet die Zensur umgehen und sich mit Hilfe sozialer Medien austauschen und organisieren konnten. Inzwischen haben die neue Diktatur in Ägypten und der Krieg in Syrien gezeigt: Digitale Medien bringen nicht automatisch mehr Demokratie. Und China und Thailand (siehe Seite 28) machen vor, wie Regierungen auch im Internet den Zugang zu Informationen beschränken können.

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erschienen in Ausgabe 12 / 2017: Internet: Smarte neue Welt

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