Fairer Handel
Alejandro Grefa baut auf fünf Hektar Kaffee an und erzielt dank der Genossenschaft Jatary und ­Quijote-Kaffee gute Preise dafür.
Fairer Handel

Neue Märkte für die Kaffeekooperativen

Hamburg ist Europas Drehscheibe für den Import von Rohkaffee. Die Zahl der Direktimporteure, die fairen und partnerschaftlichen Handel anstreben, steigt – zum Wohle der Kaffeebauern.

Alejandro Grefa lächelt stolz, als die Besucher die Vielfalt der Pflanzen auf seinem Feld bestaunen. „Ich habe hier mehr als 60 verschiedene Pflanzen. Von den einen ernähren wir uns, Kaffee und Kakao verkaufen wir, und diese beiden Pflanzen hier am Boden nutzen wir für therapeutische Zwecke“, erklärt der 58-jährige Präsident der Kaffeekooperative Jatary. „Das ist Drachenblut und hilft bei Durchfall. Die Pflanze daneben hat antiseptische Wirkung. Sie heißt Yucilia und wird auch bei Schlangenbissen eingesetzt“, sagt Grefa, steht auf und führt die kleine Besuchergruppe zu einem stattlichen Kaffeestrauch. Knapp drei Meter ist die Pflanze groß, einige Äste biegen sich unter der Last der Früchte. Rote, reife Kirschen hängen neben grünen, hier und da sind weiße Blüten zu sehen.

Andreas Felsen nickt anerkennend. Der Hamburger Kaffeeröster und Gründer von Quijote-Kaffee ist wie jedes Jahr ein paar Tage zur Ernte in Ahuano. Die Kleinstadt im Amazonasgebiet Ecuadors liegt eine Fahrtstunde von der Provinzhauptstadt Tena entfernt. Regelmäßige Besuche bei den Genossenschaften, die Quijote-Kaffee mit grünen Biobohnen beliefern, gehören für das Kaffeekollektiv dazu. In Ecuador sind das derzeit fünf Kooperativen, die sowohl Robusta als auch Arabica anbauen.

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erschienen in Ausgabe 11 / 2019: Aufbruch am Horn von Afrika

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