Flüchtlingsschutz
Gefangen auf der Insel: eine Familie im März 2020 im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Das überfüllte Lager steht  für das Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik.  
Flüchtlingsschutz

Kämpfen für ein Leben in Würde

Immer mehr Staaten zwingen Geflohene in überfüllte Lager, um von einer Flucht abzuschrecken. Das untergräbt das System des Flüchtlingsschutzes, das nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist. Der Blick in die Geschichte zeigt: Es gibt Alternativen.

Eine „beispiellose Flüchtlingskrise“ wurde in den vergangenen fünf Jahren oft und aufgeregt beschworen. Im Sommer 2017 warnte der damalige Präsident des EU-Parlaments, Antonio Tajani, vor einem „Exodus biblischen Ausmaßes“, der nicht mehr zu stoppen sei, wenn die europäischen Regierungen und die Europäische Union das Problem nicht angingen. Tajani drängte die politisch Verantwortlichen zum Handeln, andernfalls stünden binnen fünf Jahren „Millionen Menschen vor unserer Tür“.

Oft heißt es, das gegenwärtige Ausmaß von Vertreibungen sei beispiellos. Es wäre jedoch angemessener, sich klarzumachen, dass die Zahl der Flüchtlinge schon immer stark schwankte.

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erschienen in Ausgabe 4 / 2020: Willkommen – oder nicht?

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