Uraltes Wissen wird zur zeitgenössischen Kunst

Peru
Tief im peruanischen Amazonasgebiet entstand eine Kunst, die heute internationale Museen und sogar die Biennale von Venedig erreicht: Die Künstlerin Sara Flores verwandelt die traditionelle Bildsprache des Kené der Shipibo-Konibo in Werke, die weit mehr sind als Muster auf Baumwolle. Die Infostelle Peru berichtet darüber.

Den vollständigen Artikel lesen Sie bei der Infostelle Peru. 

Ihre Linien erzählen von Flüssen, Pflanzen, Beziehungen und spirituellen Verbindungen – und bewahren ein Wissen darüber, wie Mensch und Natur miteinander verbunden sind. Mit ihrer Kunst schafft die peruanische Künstlerin zugleich Sichtbarkeit für den Schutz ihres Territoriums, ihrer Kultur und des Regenwaldes. 

Wenn Sara Flores ihre Baumwollstoffe bemalt, entstehen keine dekorativen Muster im klassischen Sinn. Ihre Werke sind visuelle Landkarten einer Weltanschauung, die auf der Tradition des Kené beruhen, eines komplexen Systems aus verschlungenen Linien, geometrischen Netzen und rhythmischen Formen, die für das indigene Volk der Shipibo-Konibo eine Verbindung zwischen Menschen, Natur, Geist und Kosmos darstellen.

1950 in der Gemeinde Tambo Mayo am Ucayali-Fluss geboren, hat sie ihre künstlerische Sprache nicht in Kunstschulen oder Museen entwickelt, sondern innerhalb ihrer Familie: die Herstellung des Kené lernte sie von ihrer Mutter, und heute gibt sie das Wissen an ihre Töchter weiter. Denn Kunst ist keine individuelle Tätigkeit, sondern ein gemeinschaftlicher Prozess – und Kené weit mehr als ein Muster: Die Linien können Flüsse, Pflanzen, Tiere, menschliche Beziehungen oder spirituelle Verbindungen darstellen. In Flores’ Arbeiten entstehen daraus komplexe Netzwerke, die an Flussläufe, Nervensysteme oder kosmische Strukturen erinnern.

Lesen Sie weiter bei der Infostelle Peru.

Neuen Kommentar hinzufügen

Klartext

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Wählen Sie bitte aus den Symbolen die/den/das Motorrad aus.
Mit dieser Aufforderung versuchen wir sicherzustellen, dass kein Computer dieses Formular abschickt.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.
Dies ist keine Paywall.
Aber Geld brauchen wir schon:
Unseren Journalismus, der vernachlässigte Themen und Sichtweisen aus dem globalen Süden aufgreift, gibt es nicht für lau. Wir brauchen dafür Ihre Unterstützung – schon 3 Euro im Monat helfen!
Ja, ich unterstütze die Arbeit von welt-sichten mit einem freiwilligen Beitrag.
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!