Kenia
Ostafrika ringt um die Zukunft der Energieversorgung: Einige Länder setzen auf Sonnenkraft und Wind, andere weiter auf Öl und Gas. Konsens besteht darüber, dass der Ausbau nationaler Netze allein nicht reicht, um mehr Menschen mit Strom zu versorgen.
In vielen multikulturellen Gesellschaften dominiert die frühere Kolonialsprache das Bildungssystem. Vor allem in der Grundschule behindert das den Lernerfolg und die Entwicklung der Identität der Kinder. Eine bewusste Sprachpolitik kann das ändern.
Die Politik von Präsident William Ruto spaltet in Kenia die Kirchen: Führer der verfassten Kirchen stehen hinter der jungen Protestbewegung, evangelikale und pentekostale Geistliche dagegen offen auf Rutos Seite. Auch beim Bau einer Riesenkirche auf dem Gelände der Staatsresidenz.
In Kenia, wo queer und christlich sein oft als Widerspruch in sich gilt, sorgt Pastor*in Caroline Omolo im Verborgenen für Gemeinschaft, Akzeptanz und spirituelle Heilung.
Firmen aus aller Welt investieren in Kenia in Projekte zum Bodenschutz und können sich den damit gebundenen Kohlenstoff gutschreiben lassen. Das Nachsehen haben die Massai, die auf dem Land leben. Bei manchen formiert sich Widerstand.
Extreme Trockenphasen und Dürren haben den Hirten Ostafrikas in den vergangenen Jahren schwer zu schaffen gemacht. In Tansania hätten viele Pastoralisten gern eine Möglichkeit, ihr Vieh zu versichern. Vorbild ist Kenia, wo es eine solche seit rund zwanzig Jahren gibt.
Im Flüchtlingslager Kakuma ist die Nachfrage nach höherer Bildung groß, aber das Angebot sehr klein. Unser Autor, der seit 15 Jahren in dem Lager lebt, hat es mit starkem Willen trotzdem bis in ein Master-Programm für Dolmetscher geschafft.
In Kenia leben Hunderttausende in großen Flüchtlingslagern, zum Teil schon ihr ganzes Leben. Viele wollen nicht zurück in ihre Herkunftsländer und fühlen sich als Kenianer, doch die Regierung tut kaum etwas, sie im Land zu integrieren.
Papst Franziskus wirbt im Heiligen Jahr 2025 für die faire Entschuldung armer Länder im globalen Süden. Das Beispiel Kenia zeigt, wie ein Erlassjahr aus Armut, Perspektivlosigkeit und Verelendung führen kann.
Europa profitiert stark von Zuwanderung, auch aus Afrika. Statt Länder dort zur Rücknahme von Migranten zu drängen, sollte man unter anderem legale Zugangswege anbieten, sagt die sambische Entwicklungsökonomin Paddy Siyanga Knudsen.
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