Salvador da Bahia. Brasiliens Staatsoberhaupt Luís Inácio Lula da Silva hat seine Kandidatur für die im Herbst stattfindende Präsidentschaftswahl offiziell gemacht. Die Arbeitspartei PT verkündete seine Nominierung am Sonntag (Ortszeit) in São Paulo, wie unter anderem das Nachrichtenportal „uol“ berichtet.
Während seiner einstündigen Rede verglich der linksgerichtete Politiker sich mit dem brasilianischen Fußballstar Pelé, der im 20. Jahrhundert an vier Weltmeisterschaften teilgenommen hatte. Der bevorstehende Wahlkampf „ist meine siebte Weltmeisterschaft“, sagte Lula, der zurzeit seine dritte Amtszeit absolviert. „Falls ich gewinne, wird das mein vierter Sieg sein.“
Keine fünfte Runde
Zugleich machte der 80 Jahre alte Lula deutlich, nach der anstehenden Wahl nicht noch einmal zu kandidieren. Eine fünfte Runde werde es nicht geben, sagte er. „Wenn wir Brasilien in perfektem Zustand an die Brasilianer übergeben haben, machen wir 20 Jahre Ferien.“
Lula wandte sich besonders an die weibliche Wählerschaft und sprach sich vehement gegen Gewalt gegen Frauen aus. Als wichtigste Themen für den Wahlkampf nannte der amtierende Präsident Bildung, Senioren, Verteidigung, seltene Erden „für die Brasilianer“ und Programme für eine Energiewende. Als Vize stellte er - wie bereits 2022 - seinen ehemaligen politischen Rivalen Geraldo Alckmin vor.
Unterstützung von linken Parteien
Die Präsidentschaftswahlen in Brasilien sind für den 4. Oktober geplant. Lula kann in diesem Wahlkampf zum ersten Mal bereits für den ersten Wahlgang mit der Unterstützung der gesamten Linksparteien Brasilien rechnen. Herausgefordert wird Lula von Flávio Bolsonaro, dem Sohn des ehemaligen ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro, der wegen Putschversuchs verurteilt wurde.