Genf - Die Vereinten Nationen prangern die anhaltenden Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer in Krisen und Konflikten an. Im Jahr 2025 seien 907 Mitarbeitende getötet, verletzt oder entführt worden, teilten die UN in Genf zum Welttag der humanitären Hilfe am Mittwoch mit.
Nach Angaben des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe wurden 350 Helfer getötet, 322 verwundet und 235 verschleppt. Die gefährlichste Region war 2025 laut den UN der Gaza-Streifen, wo 186 Helfer getötet wurden. Darauf folgte der Sudan mit 71 Todesopfern.
Warnung vor Kampfdrohnen
Im Jahr 2026 seien bislang weltweit 82 humanitäre Helfer getötet, 97 verletzt und 39 entführt worden. Mit Sorge verfolgen die UN den vermehrten Einsatz von Kampfdrohnen, die auch für die humanitären Helfer zu einer immer größeren Gefahr würden.
Die Staaten und kriegsführenden Parteien müssten das humanitäre Völkerrecht achten, forderte die UN. Danach seien Angriffe auf Zivilisten und humanitäre Helfer verboten. Attacken auf Zivilisten und Helfer müssten strafrechtliche Konsequenzen haben.