Frankfurt a.M./Washington - Die USA erhöhen den Druck auf Kuba mit weiteren Sanktionen. Betroffen sind unter anderem das Bauministerium sowie hochrangige Vertreter des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft, wie aus einer am Donnerstag (Ortszeit) vom US-Außenministerium veröffentlichten Erklärung hervorgeht.
US-Außenminister Marco Rubio warf der kubanischen Regierung vor, ein Netzwerk zu unterhalten, dessen Ziel es sei, „subversive Kräfte“ in den USA zu fördern. Unter der Regierung von Präsident Donald Trump haben die USA den politischen Kurs gegen die sozialistisch regierte Karibikinsel deutlich verschärft.
Vermögen eingefroren
Insgesamt wurden laut dem Ministerium drei hochrangige Vertreter des Instituts für Völkerfreundschaft auf die Sanktionsliste gesetzt, darunter dessen Präsident Fernando Gonzalez Llort, der in den USA wegen Spionage 15 Jahre inhaftiert war. Zudem wurden neun Einrichtungen sanktioniert. Betroffen sind neben dem Bauministerium auch staatlich kontrollierte Unternehmen im Bergbausektor.
Mit der Aufnahme auf die Sanktionsliste wird jegliches Vermögen in den USA eingefroren. Das Unterhalten von Geschäftsbeziehungen und Transaktionen mit den Sanktionierten sind ebenfalls verboten.
Schwere Wirtschaftskrise
Kuba leidet seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts-, Versorgungs- und Energiekrise, hervorgerufen unter anderem durch US-Sanktionen. Die Vereinigten Staaten haben in den vergangenen Monaten venezolanische Erdöl-Exporte nach Kuba verboten und allen anderen Ländern bei Öl-Lieferungen mit Strafzöllen gedroht.