Frauenrechte
Eine afghanische Ex-Ministerin kritisiert die deutsche Regierung für ihren Umgang mit Schutzsuchenden: Alema Alema hat in Deutschland studiert und lange in Afghanistan für deutsche Entwicklungsorganisationen und die Regierung gearbeitet. Seit fünf Jahren ist sie wieder in Deutschland und unterstützt die Opposition dort, so gut es geht.
Die Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats soll Frauen vor kriegerischer Gewalt schützen und an Friedensverhandlungen beteiligen. Doch wie die Herausgeberinnen dieses Buches bilanzieren, gibt es 25 Jahre nach ihrer Verabschiedung mehr Rückschritte als Erfolge. Rita Schäfer empfiehlt das Buch.
UN Women hat 2014 die globale Solidaritätsbewegung HeForShe gestartet. Damals wie heute weist diese Bewegung darauf hin, dass die Gleichstellung der Geschlechter keine „Frauensache“, sondern ein Menschenrechtsthema ist, das die Mitwirkung aller erfordert. Unser „Mitmachen“ im Juni.
Die Vereinten Nationen müssen sparen und sollen reformiert werden. Ein Vorschlag ist, den UN-Bevölkerungsfonds UNFPA und UN Women zusammenzulegen. Was das bedeuten würde, erklärt Cristal Downing von der International Crisis Group.
Der westliche Feminismus hat auch auf Indien gewirkt, muss aber an die Probleme und Bedürfnisse der Frauen dort angepasst werden – besonders in ländlichen Gebieten. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Projekt für gendersensible Anpassung an den Klimawandel.
In Saudi-Arabien gibt es eine kleine gesellschaftliche Revolution: Kronprinz Mohammed bin Salman sorgt dafür, dass mehr Frauen arbeiten gehen, sie Unternehmen gründen dürfen und kein Kopftuch mehr tragen müssen. Doch diese Reformen werden von scharfen Repressionen begleitet.
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Anerkennung geflohener afghanischer Frauen als Verfolgte ist ein positives Signal für den Schutz der Menschenrechte von Frauen, kommentiert Barbara Erbe.
Öleinnahmen sorgen für einen Wirtschaftsboom im Zentrum des Irak. Während sich das Land stabilisiert, wollen vor allem schiitische Parteien Fortschritte bei Frauenrechten zurückdrehen, und die Kurdenregion im Norden ist im Niedergang.
Seit Beginn des Krieges im Gaza-Streifen blickt der Westen wieder auf den Iran, nicht aber auf die immer noch andauernden Proteste der Frauen für ihre Rechte. Das ist politisch falsch, meint Melanie Kräuter. Und auch mit einem neuen Präsidenten wird der Iran nicht offener und liberaler werden.
Noeun Sreynoch ist Moderatorin beim „Women‘s Radio“ in Phnom Penh. In ihren Sendungen geht es um die Anliegen von Frauen und um soziale Themen.
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