Statistik-Systeme

Daten im Dienst der Armen

Solide Informationen sind nötig, um die öffentlichen Dienste zu verbessern: Eine Familie in einem Viertel von Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, wird 2014 im Rahmen einer Volkszählung befragt.  
Für den Kampf gegen Hunger und Armut sind verlässliche Daten wichtig. Doch sie sind kein Allheilmittel – und der verantwortliche Umgang mit ihnen ist nicht geklärt.

Wissen kann Leben retten. Zum Beispiel in Liberia: Kurz nach dem Bürgerkrieg verschaffte sich die Regierung einen Überblick über die Lage und den Zustand der Wasserstellen im Land, um die Infrastruktur wiederherzustellen. Jahre später konnte sie auf diese Informationen zurückgreifen, um während der Ebola-Epidemie günstige Standorte für Kliniken festzulegen, die auf eine verlässliche Versorgung mit sauberem Wasser angewiesen waren.

Viele Entwicklungsexperten sind sich einig: Daten verantwortlich zu sammeln, zu nutzen, zu speichern und auszuwerten, birgt große Chancen im Kampf gegen Hunger, Krankheiten und Armut. Für Ernährungs-, Gesundheits- und Bildungsprogramme muss eine Regierung erst einmal wissen, wie viele Menschen in ihrem Land Unterstützung brauchen, wo sie leben und wie sie am besten erreicht werden können. Um zu sehen, was wirkt, um die Fortschritte zu dokumentieren oder gegenzusteuern, müssen erneut Daten erhoben werden. Das Versprechen, auch die Ärmsten und Verletzlichsten mitzunehmen, erhöht den Druck.

...

erschienen in Ausgabe 12 / 2017: Internet: Smarte neue Welt

Neuen Kommentar schreiben