Finanzierung von Bildung
Flüchtlingskinder haben die schlech­testen Chancen auf Bildung: Unterricht in einem Lager im Norden von Darfur im Sudan.  
Finanzierung von Bildung

Die Bildungs-Geber

Viele Initiativen wollen Bildung und Ausbildung im globalen Süden voranbringen. Sie stoßen auf zahlreiche Hürden.

„Wenn du für ein Jahr planst, pflanze Reis an. Wenn du für zehn Jahre planst, pflanze Bäume. Planst du aber für hundert Jahre, bilde Kinder aus.“ Diese alte Weisheit wird einem chinesischen Gelehrten aus dem 7. Jahrhundert vor Christus zugeschrieben. Und sie hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Der Wert der Bildung wächst im digitalen Zeitalter, in dem die Welt immer stärker vernetzt ist und die beruflichen Anforderungen rasch wechseln. Viele nichtstaatliche Organisationen, Regierungen, Geber und Entwicklungsbanken setzen sich deshalb einzeln und gemeinsam dafür ein, eine „inklusive, gerechte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle zu fördern“. So ist es im vierten Ziel der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung verankert.

Einer der größten Finanzgeber für Bildung im globalen Süden ist die Weltbank. Mit Programmen im Umfang von derzeit 15 Milliarden Euro unterstützt sie mehr als 80 Länder im globalen Süden. Zudem verwaltet sie den Fonds der 2002 gegründeten Globalen Bildungspartnerschaft (GPE), der Regierungen armer Länder dabei berät und begleitet, Bildungspläne zu erstellen und zu überprüfen, und ihnen dabei finanziell unter die Arme greift. Der GPE gehören rund 65 Entwicklungs- und 20 Geberländer an sowie internationale und zivilgesellschaftliche Organisationen, Lehrer und Vertreter von Unternehmen.

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erschienen in Ausgabe 2 / 2019: Jugend und Bildung

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