Wirtschaft
Wo geht jetzt die Reise hin? Der neue kubanische Präsident Miguel Diáz-Canel (links) mit seinem Vorgänger Raúl Castro, einem Revolutionär der ersten Stunde.
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Kubas zweite Revolution

Kuba öffnet und modernisiert seine Wirtschaft, und die Regierung bereitet das Land auf den Klimawandel vor. An einigen Errungschaften der Ära Fidel Castro lässt die Bevölkerung aber nicht rütteln.

Vor 60 Jahren haben auf der Karibikinsel junge, bärtige Revolutionäre um Fidel Castro den von den USA gestützten Diktator Fulgencio Batista gestürzt; in der Folge kam die Kommunistische Partei an die Macht, die bis heute regiert. Vor einem Jahr ist der 58-jährige Miguel Diaz-Canel von der neu gewählten Nationalversammlung zum Präsidenten gewählt worden. Er ist damit die erste Person an der Spitze des Landes, die nicht zur alten Revolutionsgarde gehört. Nunmehr ist der Höhepunkt des Generationenwechsels erreicht, der vor über einem Jahrzehnt begonnen hat.

Am 24. Februar dieses Jahres hat die Bevölkerung zudem über einen Verfassungsentwurf abgestimmt. Die Diskussion über eine Aktualisierung der „Prinzipien der Gesellschaft“ hatte mit dem Amtsantritt des Bruders von Fidel Castro, Raúl Castro, als Präsident im Jahr 2008 begonnen. Eine Kommission der Nationalversammlung arbeitete einen Verfassungsentwurf aus, der in rund 135.000 öffentlichen Versammlungen intensiv diskutiert wurde. Bis zum Schluss wurden unzählige Änderungsvorschläge vorgebracht, so dass von den insgesamt 224 Artikeln 113 verändert wurden.

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erschienen in Ausgabe 9 / 2019: Mission und Macht

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