Umweltaktivistin
Ihr Sohn bekam eine Bleivergiftung, als sie in einer Recyclingfirma arbeitete – das hat Phyllis Omido (Mitte) zur Umweltaktivistin gemacht.  
Umweltaktivistin

Die giftigen Folgen des Bleirecyclings

In Afrika werden jedes Jahr mehr als eine Million Tonnen Autobatterien recycelt. Die Arbeiter und ihre Familien sind dem giftigem Blei oft schutzlos ausgesetzt. Die Kenianerin Phyllis Omido kämpft dagegen.

Phyllis Omido ist überglücklich, als sie 2007 den Job in der Verwaltung einer Recyclinganlage für Autobatterien nahe Mombasa bekommt. Denn die alleinerziehende Mutter darf ihren damals zweijährigen Sohn mit zur Arbeit nehmen. Während die 28-Jährige also drinnen arbeitet, ist ihr kleiner Sohn mit dem Wachmann auf dem Fabrikgelände unterwegs – und findet alles ganz spannend.

In der Anlage wird Blei aus Autobatterien herausgeschmolzen, recycelt und für den Export vorbereitet. Doch die studierte Betriebswirtin merkt schnell, dass die indischen Manager noch nicht alle notwendigen Papiere für den Betrieb der Anlage zusammenhaben. Also gibt sie bei einem Umweltexperten ein Gutachten in Auftrag.

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erschienen in Ausgabe 3 / 2020: Schuften für den Weltmarkt

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