Afrika
Grenzkontrolle wie hier in der kongolesischen Stadt Goma kurz vor Ruanda behindern den Waren­verkehr. Afrikas Volkswirtschaften sind zu zersplittert, um im globalen Wettbewerb mitzuhalten.  
Afrika

Lokal denken für regionalen Handel

Die wirtschaftliche Integra­tion bietet Afrika viele Chancen. Wenn sie erfolgreich sein soll, müssen Verträge Probleme und Interessen auf lokaler Ebene berücksichtigen.

Mit der Welle der Unabhängigkeit Anfang der 1960er Jahre bemühten sich die Staaten Afrikas verstärkt um wirtschaftliche Zusammenarbeit und Integration. Auch die Gründung der Afrikanischen Union (AU) im Jahr 2002 war ein bedeutender Schritt in Richtung Kooperation der afrikanischen Regierungen, auch wenn das in den zwei Jahrzehnten seither noch nicht die erhofften wirtschaftlichen Vorteile gebracht hat.

Trotz der derzeitigen Krise des Multilateralismus, die nun von der Corona-Pandemie noch verschärft wird, bieten wirtschaftliche Zusammenarbeit und Integration dem afrikanischen Kontinent in der zunehmend ökonomisch vernetzten Welt nach wie vor die größte Chance, seine Wettbewerbsfähigkeit in den globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten zu steigern, langfristig anhaltendes Wachstum zu erzeugen und den wirtschaftlichen Wandel zu beschleunigen.

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erschienen in Ausgabe 9 / 2020: Die wahre Macht im Staat?

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