Sudan: Krieg an vielen Fronten

Heft 9 / 2008

Andauernde Bürgerkriege haben den Sudan zum Land mit den meisten Vertriebenen weltweit gemacht. 2,7 Millionen von ihnen darben allein in Darfur, die Friedenstruppe der UN ist weitgehend machtlos. Auch nachdem die AMIS in eine Mission der Vereinten Nationen überführt worden ist, bietet sie der Bevölkerung mangels Personal und Material keinen echten Schutz. Wenn die Regierung des Sudan nicht unter starken internationalen Druck gesetzt wird, bestehen wenig Aussichten auf Frieden.
Sudan

Heftschwerpunkt

Der Aufstand des Südsudan gegen den Norden war begleitet von Kämpfen zwischen verschiedenen Fraktionen im Süden, die mit lokalen Konflikten zwischen Volksgruppen verquickt waren. Um den Frieden zu stabilisieren, muss man auch diese lokalen Kämpfe beilegen. Ein Weg dahin sind Dialog- und Versöhnungsprozesse, die vor allem kirchliche Gruppen angeregt haben.
Die Konflikte im Sudan sind miteinander und mit Krisen in den Nachbarländern verflochten.
Der Südsudan hat vom Frieden bisher kaum profitiert. Die früheren Rebellen tun wenig, um das Gebiet zu entwickeln. Doch sie bereiten sich auf einen neuen Krieg mit dem Nordsudan vor, denn die Regierung in Khartum behindert die Umsetzung wichtiger Teile des Friedensvertrages – vor allem über den Status des strittigen und ölreichen Distrikts Abyei.
Sudans Wirtschaft wächst schnell, doch davon profitiert nur eine kleine Elite
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