Heftschwerpunkt

Klagen gegen die Klima­politik von Regierungen und gegen fossile Unternehmen häufen sich. Kläger feiern Urteile, selbst wenn sie verloren haben. Kritiker bezweifeln, dass das dem Klimaschutz nützt, und wittern Rechtsmissbrauch.
In Streitfällen wie zwischen Bauern und Hirten wenden sich Geschädigte oft nicht an die Polizei, denn Gerichtsverfahren sind teuer und langwierig. Örtliche Chiefs lösen viele Konflikte am Ort schneller, kostenlos und friedlich.
Völkermord gilt als das „Verbrechen aller Verbrechen“. Der Vorwurf wiegt schwer und die Gefahr besteht, dass er politisch missbraucht wird. Die Sozialwissenschaftlerin Line Engbo Gissel ist trotzdem dafür, dass der Begriff in der politischen Auseinandersetzung verwendet werden darf – und nicht nur vor Gericht. Über die Genozid-Vorwürfe gegen Myanmar und Israel und das Risiko, den Begriff zu missbrauchen.
Syrien leidet unter den Folgen des Kriegs und der jahrzehntelangen Diktatur. Um den Frieden zu sichern, fordert die Zivilgesellschaft in Städten wie Homs eine lückenlose Aufarbeitung. Doch die Übergangsjustiz weist strukturelle Schwächen auf – ohne eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der Täter bleibt die Heilung der Gesellschaft ungewiss.
Sie setzen sich für die Menschenrechte, die Umwelt oder für die Armen ein: Eine ehemalige Richterin, eine Rechtsanwältin und zwei Anwälte beschreiben, warum sie ihren Beruf gewählt haben und vor welchen Herausforderungen sie stehen.
Regierungen in Lateinamerika greifen immer drastischer gegen Kriminalität durch und versuchen so, Wählerstimmen zu gewinnen. Dabei schädigen sie den Rechtsstaat und verletzen Menschenrechte – und ob das „Modell Bukele“ gegen Gewalt­kriminalität wirkt, ist fraglich.
In Guatemala hat der sogenannte Pakt der Korrupten die obersten Gerichte seit Jahren fest im Griff. Damit sichert sich eine von Korruption durchzogene Elite Macht und Straffreiheit. Die anstehenden Justizwahlen könnten das ändern.
Deutschland rechnet die Studienplatzkosten für Studierende aus Entwicklungsländern auf die Entwicklungshilfe (ODA) an. 2024 beliefen sich diese Kosten auf 2,2 Milliarden Euro – rund sieben Prozent der Gesamtausgaben. Warum wird das gemacht und warum wird es kritisiert?
Das Bildungsprojekt MAIA Impact School im Süden Guatemalas unterstützt seit 19 Jahren indigene Mädchen und Frauen auf ihrem Weg zu mehr und besserer Bildung – und hat schon allerhand Erfolge verzeichnet.
In Indien schaffen öffentliche Gemeindebibliotheken wichtige Lernorte und Chancengleichheit. Benachteiligte Jugendliche organisieren diese Netzwerke oft selbst – gemeinsam mit Freiwilligen und Aktivisten trotzen sie so dem Mangel an staatlicher Unterstützung.
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!