Heftschwerpunkt
Der Weltgebetstag wird gern belächelt, doch in den hundert Jahren seines Bestehens haben christliche Frauen aus aller Welt das Forum schon häufiger genutzt, um heikle politische Themen anzusprechen und sich darüber auszutauschen. Das eröffnet den Beteiligten neue Perspektiven auf die Welt.
Die in den Techlaboren entwickelte Künstliche Intelligenz wird immer mächtiger, während Staaten und internationale Gremien versuchen, Regeln für den verantwortlichen Gebrauch aufzustellen. Fachleute nennen als Vorbild die Kontrollmechanismen des Atomwaffensperrvertrags: Die sind zwar nicht perfekt, wären aber ein Anfang.
Um die Wirtschaft zu dekarbonisieren, muss man die Macht fossiler Vermögen zurückdrängen. Ein Gespräch mit der kanadischen Politologin Jessica Green.
Die vor zehn Jahren gegründete Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank AIIB soll die Dominanz des Westens in der Entwicklungsfinanzierung brechen. Obwohl europäische Staaten sie mittragen, ignoriert sie in ihrer Projektarbeit oft Menschenrechte und Transparenz.
Noch in den 1990er Jahren haben zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzwerke internationale Politik beeinflusst und Erfolge erstritten. Heute sehen sie sich zunehmend mit Einschränkungen konfrontiert. Zugleich sind sie besser vernetzt und über Ländergrenzen hinweg solidarisch. Vor allem junge Leute kämpfen für ihre Rechte.
Die Vereinten Nationen sind in der Krise, politisch und finanziell. Das betrifft auch ihren Kampf gegen Armut und für nachhaltige Entwicklung. Es gibt Ideen, wie sie mit weniger Geld sogar mehr Wirkung erzielen könnten. Das erfordert ein radikales Umdenken – bei den UN selbst und bei ihren Mitgliedern.
Beim Gipfeltreffen der BRICS-Staaten in Indien Mitte September fehlte Brasiliens Präsident Lula da Silva wegen des Wahlkampfes zu Haus. Sein Land spielt weiter eine treibende Rolle in der Gruppe von zehn Entwicklungs- und Schwellenländern – und bleibt zugleich ein pragmatischer Partner des Westens.
Der südafrikanische Cartoonist Jonathan Shapiro hat keine Scheu, mächtige Männer zu karikieren. Seine Cartoons waren einst ein wichtiger Beitrag zum Kampf gegen die Apartheid. Seit der African National Congress (ANC) an der Macht ist, nimmt der 67-jährige Zeichner auch dessen Fehltritte aufs Korn.
In São Paulos Drogenviertel Cracolândia bietet ein Verein Menschen Auswege aus dem Leben auf der Straße an. Er nutzt dazu Auftritte von Clowns, von denen manche selbst früher drogensüchtig waren.
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