Heftschwerpunkt
Indonesien unterhält das weltweit größte islamische Bildungswesen, dessen Herzstück die Internatsschulen (Pesantren) bilden. Es ist teilweise in das nationale Bildungssystem eingebunden und hat zur Entstehung einer selbstbewussten islamischen Mittelschicht beigetragen.
In Ländern des globalen Südens ist der Schulbesuch nicht selbstverständlich. Ein Flüchtlingskind aus Äthiopien, ein Student aus dem Senegal, eine Direktorin aus Nepal und eine Lehrerin aus Brasilien sprechen über ihre Erfahrungen mit Schule und Lernen.
Im Jemen sind über 3400 Schulen teilweise oder vollständig zerstört. In den Ruinen einer dörflichen Grundschule nahe Taiz im Südwesten des Landes kommen jeden Morgen Kinder aus der Umgebung zum Unterricht zusammen. Es ist ihre einzige Chance zu lernen.
Im Norden Nigerias werden Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte immer wieder Opfer von Anschlägen oder Entführungen. Mit Mauern, Wachen und Sicherheitstechnik wird der Schulbetrieb aufrechterhalten.
Bildung ist ein Menschenrecht und weltweit die Basis für gesellschaftliche Entwicklung. Dass Fortschritt möglich ist, zeigen aktuelle OECD-Daten. Doch wie steht es um die Bildungschancen von Mädchen weltweit, welche Rolle spielt die Religion und wie verändert KI das Lernen? Ein Überblick über die Potenziale und Hürden im globalen Süden.
In Indien errichten Frauenkollektive in Landregionen solarbetriebene Mininetze. Sie nutzen den Strom produktiv und steigern damit nicht nur ihr Einkommen, sondern auch ihr Ansehen. Allerdings sind dazu einige Hürden zu überwinden.
Indonesien setzt bislang auf die Kohleverstromung. Eine Partnerschaft für eine sozial gerechte Energiewende, vor allem mit Deutschland, soll Indonesien bei der grünen Transformation helfen. Die Schritte gehen in die richtige Richtung, aber der Weg ist noch lang.
Die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank wollen in nur fünf Jahren 300 Millionen Menschen in Afrika mit Elektrizität versorgen. Das ist ehrenwert, könnte aber ins finanzielle Desaster führen, sagt der Ökonom Moussa P. Blimpo. Er erklärt, warum der Zugang zu Strom allein kein Rezept gegen Armut ist und warum viele Haushalte in Afrika keinen Anschluss haben, obwohl sie in Reichweite des Netzes liegen.
Ostafrika ringt um die Zukunft der Energieversorgung: Einige Länder setzen auf Sonnenkraft und Wind, andere weiter auf Öl und Gas. Konsens besteht darüber, dass der Ausbau nationaler Netze allein nicht reicht, um mehr Menschen mit Strom zu versorgen.
Uruguay hat seine Energiepolitik seit Jahren voll auf erneuerbare Ressourcen ausgerichtet. Doch dem Land droht die Kontrolle über die eigenen Ressourcen zu entgleiten.
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