Heftschwerpunkt

Die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank wollen in nur fünf Jahren 300 Millionen Menschen in Afrika mit Elektrizität versorgen. Das ist ehrenwert, könnte aber ins finanzielle Desaster führen, sagt der Ökonom Moussa P. Blimpo. Er erklärt, warum der Zugang zu Strom allein kein Rezept gegen Armut ist und warum viele Haushalte in Afrika keinen Anschluss haben, obwohl sie in Reichweite des Netzes liegen.
Ostafrika ringt um die Zukunft der Energieversorgung: Einige Länder setzen auf Sonnenkraft und Wind, andere weiter auf Öl und Gas. Konsens besteht darüber, dass der Ausbau nationaler Netze allein nicht reicht, um mehr Menschen mit Strom zu versorgen.
Uruguay hat seine Energiepolitik seit Jahren voll auf erneuerbare Ressourcen ausgerichtet. Doch dem Land droht die Kontrolle über die eigenen Ressourcen zu entgleiten.
Das globale Wirtschaftswachstum wird noch überwiegend mit Öl, Gas und Kohle befeuert. Den Übergang zu erneuerbaren Energien treibt vor allem China voran – zu langsam für den Klimaschutz, aber mit weitreichenden weltpolitischen Folgen.
Viele Errungenschaften, etwa zu Gleichberechtigung und Vielfalt, werden gerade infrage gestellt oder zurückgedreht. Der Sozialwissenschaftler Jerker Edström erklärt, warum Populisten und Rechtsextreme Minderheiten dämonisieren und damit Massen manipulieren wollen.
„Die Maya werden seit 500 Jahren verdrängt“. Wie Indigene versuchen, ihre Kultur zu bewahren und gegen Eindringlinge zu verteidigen. Gespräch mit dem Mayaphilosophen Pedro Uc Be
Soziale Medien sollen Menschen zusammenzubringen und Gemeinschaft stiften. In Ländern, in denen Gewaltkonflikte oder starke gesellschaftliche Spannungen herrschen, verschärfen sie die Lage aber oft. Was lässt sich dagegen tun?
In vielen multikulturellen Gesellschaften dominiert die frühere Kolonialsprache das Bildungssystem. Vor allem in der Grundschule behindert das den Lernerfolg und die Entwicklung der Identität der Kinder. Eine bewusste Sprachpolitik kann das ändern.
In Ugandas Hauptstadt Kampala steht das Kunstzentrum 32° East. Hier können sich Geflüchtete, aber auch Kunstschaffende aus aller Welt für ein Stipendium bewerben und ohne Angst vor Verfolgung eine Weile leben und arbeiten. Das Zentrum soll auch Brücken zwischen den Kulturen bauen.
Drei Frauen und ein Mann mit multi­kulturellem Hintergrund erzählen, wie sie sich in anderen Ländern und Kulturen zurechtgefunden haben. Manches Fremde ist bald wie ein Geschenk, anderes nervt und stört, und manches sorgt für Streit und macht Angst.
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!