Staatengemeinschaft betont Solidarität im Gesundheitsschutz

Frankfurt a.M., London (epd). Staats- und Regierungschefs aus allen Teilen der Welt haben am Donnerstag die Bedeutung eines universellen Impfschutzes gegen gefährliche Krankheiten betont. In der Corona-Krise reiche es nicht, einen Impfstoff zu entwickeln, er müsse auch allen Menschen überall auf der Welt zugänglich sein, sagte UN-Generalsekretär António Guterres bei der virtuellen Geberkonferenz für die Globale Impfallianz (Gavi) am Donnerstag. Er rief wie viele Redner zu weltweiter Solidarität im Gesundheitsschutz auf.

UN sehen systematische Menschenrechtsverletzungen auf Philippinen

Genf, Manila (epd). Der unverhältnismäßige Fokus auf die Bekämpfung von nationalen Sicherheitsgefährdungen und Drogenhandel habe zu gravierenden Verletzungen der Menschenrechte wie Tötungen, willkürlichen Festnahmen und Verleumdungen geführt, erklärte das UN-Menschenrechtsbüro. Zugleich kämen die Täter fast immer straffrei davon. Amnesty International und Human Rights Watch forderten eine unabhängige Untersuchung.  

SOS-Kinderdörfer: Benachteiligte Kinder größte Verlierer der Pandemie

Frankfurt a.M., Wien (epd). Zu befürchten seien eine Zunahme von Armut und Gewalt sowie Rückschritte bei der Bildung und der medizinischen Versorgung, erklärte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Wien. Das Erreichen der UN-Entwicklungsziele bis 2030 werde unmöglich sein. Nach der UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung sollen bis 2030 unter anderem Armut und soziale Ungleichheit beseitigt werden.

Minister Müller: Corona-Impfstoff für alle Menschen zugänglich machen

Berlin (epd). Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) setzt sich dafür ein, die dringend erwarteten Impfstoffe gegen das Coronavirus allen Menschen zugänglich zu machen. "Wir wissen zwar noch nicht, wer die erfolgreichen Impfstoffansätze haben wird. Aber klar ist: Sie müssen überall verfügbar sein", betonte Müller am Mittwoch in einem gemeinsamen Appell mit dem Geschäftsführer der Globalen Impfallianz (Gavi), Seth Berkley, auf "Focus online".

Brasiliens Opposition will Amtsenthebung von Präsident Bolsonaro

Berlin, São Paulo (epd). In Brasilien wächst der Druck auf den rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro wegen seines Umgangs mit der Corona-Krise. Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva warf dem Amtsinhaber kriminelles Handeln vor und forderte seine Amtsenthebung. "Im Kongress liegen 35 Anträge auf Amtsenthebung vor", sagte Lula in einem Interview mit dem TV-Sender CNN am Dienstag (Ortszeit). Der Parlamentspräsident müsse einen davon zur Abstimmung bringen.

Südafrikanisches Gericht: Corona-Regeln teilweise verfassungswidrig

Frankfurt a.M., Pretoria (epd). Ein Gericht in der Hauptstadt Pretoria erklärte mehrere Maßnahmen, beispielsweise ein Besuchsverbot von kranken Angehörigen, für verfassungswidrig und irrational, wie der Sender SABC am Mittwoch berichtete. Eine Menschenrechtsorganisation hatte gegen die Maßnahmen geklagt, die zu den strengsten der Welt gehören.

Hilfsorganisation: 400 Bootsflüchtlinge sitzen vor Malta fest

Berlin (epd). Mehr als 400 schutzsuchende Menschen säßen aktuell auf Kreuzfahrtschiffen vor Malta fest, erklärte die Organisation am Mittwoch in Berlin. Sie forderte die EU zu sofortigem und koordiniertem europäischen Handeln auf. Deutschland sei mit Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli besonders gefordert. Die 400 Menschen befänden sich auf Anordnung der maltesischen Regierung auf vier privaten Kreuzfahrtschiffen auf See, manche von ihnen bereits seit mehr als einem Monat.

Internationale Jemen-Geberkonferenz begonnen

Frankfurt a.M., New York (epd). Nach UN-Angaben stellt die Notlage in dem arabischen Bürgerkriegsland die schlimmste humanitäre Krise weltweit dar.

Rund 80 Prozent der 30 Millionen Einwohner sind von Hunger und Krankheiten bedroht und auf Hilfe angewiesen. Auch die Corona-Pandemie hat den Jemen erreicht. Die Vereinten Nationen benötigen für die kommenden sieben Monate 2,4 Milliarden US-Dollar (2,16 Milliarden Euro) für die Jemen-Hilfe, bisher sind erst 15 Prozent davon finanziert.

Bolivien will am 6. September neuen Präsidenten wählen

Berlin, La Paz (epd). Darauf einigten sich die Parteien nach Verhandlungen mit der Nationalen Wahlkommission, wie die Tageszeitung "Folha de São Paulo" am Montagabend (Ortszeit) berichtete. Wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie hatte Boliviens Übergangspräsidentin Jeanine Añez die für den 3. Mai geplante Abstimmung über einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament verschoben. Das südamerikanische Land ist seit der Rücktrittserklärung von Präsident Evo Morales im November vergangenen Jahres ohne gewählte Regierung.

Corona-Krise verschärft Not von Millionen Flüchtlingen aus Venezuela

Genf (epd). Viele Venezolaner hätten in lateinamerikanischen Ländern im Zuge der Lockdowns und Beschränkungen ihre Jobs und Unterkünfte verloren, erklärte eine Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag in Genf. Sie verarmten und litten Hunger. Zudem sei es für die Geflohenen sehr schwierig, medizinische Hilfe zu bekommen. Gleichzeitig sei die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus für die geschwächten Menschen sehr groß. Lateinamerika könnte nach UN-Angaben die Region mit den meisten Covid-19-Fällen werden.

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