Buchtipps
Das klassische Täterbild ist der alte, weiße Mann mit dicker Brieftasche aus dem Westen. Die Studie entlarvt es als Zerrbild. Der Großteil der Täter stammt aus den betroffenen Ländern selbst. Auch das Klischee, Kinder würden vor allem in Südostasien von Reisenden missbraucht, wird widerlegt: Kinder fallen weltweit sexueller Ausbeutung zum Opfer.
Mit dem Rucksack durch Mittelamerika touren oder drei Wochen im Clubressort am Pool liegen – die Ansprüche ans Reisen sind verschieden. Möglichkeiten, alle Wünsche zu erfüllen, gibt es genug: Tourismus ist einer der größten Wirtschaftszweige der Welt. Seine sozialen und ökologischen Folgen beleuchtet die DVD des Evangelischen Zentrums für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) in sieben Kurzfilmen. Sie stammen von verschiedenen Regisseuren aus unterschiedlichen Ländern.
In Asien droht Chinas Aufstieg zu einem Krieg zu führen, warnt Jonathan Holslag. Dafür macht er nicht bösen Willen in Peking verantwortlich, sondern die Struktur der Staatenbeziehungen in Asien.
Mangel- und Unterernährung betreffen vielerorts vor allem Frauen und Kinder – selbst dort, wo Kleinbäuerinnen die tragende Kraft in der Landwirtschaft sind. Diesem Paradox geht der umfangreiche Sammelband eines internationalen Forscherinnenteams auf den Grund.
Das Buch porträtiert in Einzelinterviews 35 Deutsche, die bei den Vereinten Nationen gearbeitet haben oder noch arbeiten. Herausgekommen ist eine unkonventionelle UN-Geschichte.
Mit seiner Monographie möchte der Journalist Wolfgang Bauer den Opfern der Boko Haram eine Stimme geben und das Versagen des nigerianischen Staates erklären. Gelungen ist ihm das nicht.
Oscar Martínez‘ Reportagen aus den Jahren 2011 bis 2015 kreisen um Drogenkriminalität und Staatsversagen in seiner mittelamerikanischen Heimat. Er zeigt damit, weshalb Menschen aus ihrer Heimat fliehen.
Acht der zehn Städte mit den weltweit höchsten Mordraten liegen in Lateinamerika. Die Autoren dieses Sammelbandes untersuchen Ursachen und Auswirkungen der ausufernden Gewalt und beleuchten Lösungsansätze.
Ein Buch über Bioökonomie – das klingt eher dröge als unterhaltsam. Ist es aber nicht: Die Autorin hat für ihre Recherchen die halbe Welt bereist und trotzdem den Überblick behalten.
Millionen Franzosen gingen nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ Anfang 2015 auf die Straße, um die Werte der Republik zu verteidigen. Für den Soziologen Emmanuel Todd verteidigten sie vor allem das Recht, auf den Glauben der benachteiligten islamischen Minderheit zu spucken.
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!