Vereinte Nationen
Pekings Kandidat Qu Dongy hat bei der FAO das Rennen um den Chefposten gemacht.
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Planloser Westen, listiges China

Intrigen, diplomatische Sticheleien und Fotos aus der Wahlkabine: Warum die USA nicht verhindern konnten, dass der Chinese Qu Dongyu zum Chef der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO gewählt wurde.

Mitte Januar 2019 gab Kevin Moley, im Außenministerium der USA zuständig für die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen, vor US-Diplomaten in Washington eine klare Richtlinie aus: China sei auf dem Vormarsch, und das diplomatische Korps der USA müsse alles tun, um Pekings Ambitionen zu zügeln.

Chinas Versuch, den Führungsposten der in Rom ansässigen UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO zu übernehmen, sei ein Testfall, erklärte Moley. Bis zur Wahl waren es noch ungefähr fünf Monate. Moley ließ keinen Zweifel daran, dass eine Niederlage Chinas ein wichtiges außenpolitisches Ziel der USA darstelle.

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erschienen in Ausgabe 12 / 2019: Armut: Es fehlt nicht nur am Geld

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