Giffey will mehr Frauen in Führungspositionen von NGOs

Berlin - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) setzt sich für mehr Frauen in Führungspositionen von Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen ein. Deshalb soll ein neues Projekt systematisch untersuchen, wie sich der Anteil von Frauen an der Spitze von zivilgesellschaftlichen Organisationen entwickelt, wie das Ministerium am Montag in Berlin mitteilte. Ab Oktober werde es zudem die Aufforderung geben, eine Selbstverpflichtung für einen fairen Frauenanteil in Führungspositionen bis 2030 zu unterzeichnen.

Frauen machen in deutschen Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen zwar etwa 70 Prozent der Belegschaft aus, doch haben sie derzeit nur rund 33 Prozent der Führungspositionen inne, wie aus dem ersten "Fair Share"-Monitor hervorgeht, der bereits im März veröffentlicht wurde. Der gleichnamige Verein ist Partner der Ministerin bei der Umsetzung des Projekts und will die gesammelten Daten regelmäßig veröffentlichen. 

80 NGOs und Stiftungen untersucht

Für den ersten Monitor wurden Daten von mehr als 80 NGOs und Stiftungen untersucht. Die nächste Erhebung soll im März 2021 vorgestellt werden. Das Projekt wird nach Ministeriumsangaben von 2020 bis 2024 mit rund 690.000 Euro gefördert. 

Giffey erklärte: "Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen leisten wichtige Arbeit für mehr Gerechtigkeit auf der ganzen Welt. Und sie haben deshalb eine besondere Verantwortung, dies auch in den eigenen Strukturen zu leben." 
 

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