Klimawandel und Migration
Überschwemmung_lima_peru_2017.jpgNach drei Tagen heftiger Regenfälle ist Lima im März 2017 überschwemmt. Einwohner hangeln sich an Seilen entlang, um sich zu retten.

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Klimawandel und Migration

Vom wütenden Wett er vertrieben

Wie viele Menschen wegen Klimaänderungen ihre Heimat verlassen müssen, ist kaum zu sagen, denn Migration hat stets viele Ursachen. Sicher ist aber, dass die Erderhitzung ihr einen zusätzlichen Antrieb gibt.

Die schädlichen Folgen klimatischer Veränderungen sind ungleich und ungerecht verteilt. Vor allem Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern spüren sie, obwohl ihr Anteil an den globalen Treibhausgasemissionen historisch betrachtet verschwindend gering ausfällt. Der Klimawandel trägt dort zunehmend dazu bei, dass Lebensgrundlagen und Lebensräume gefährdet werden und Menschen sich gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen. Neben wirtschaftlichem Schaden drohen der Verlust von Heimat und kultureller Identität und das Auseinanderbrechen sozialer Strukturen.

In Peru können wir das bereits beobachten: In dem tropischen Land mit seiner wüstenartigen Küste, dem majestätischen Andenhochland und dem ausgedehnten Amazonasbecken hat der Klimawandel die Durchschnittstemperaturen und den Regenfall verändert. Viele Menschen fliehen dort vor Umweltrisiken, die vom Klimawandel verstärkt oder neu geschaffen werden. Es drohen nie dagewesene Gefahren wie der Verlust der Hochlandgletscher in den Anden, die bedeutend für die Wasserversorgung sind. 

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erschienen in Ausgabe 12 / 2020: Auf die Heißzeit vorbereiten

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