Philippinen
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Die Kirche kritisiert die Bergbaupolitik

Der philippinische Präsident Duterte hat ein Bergbaumoratorium aufgehoben und will neue Lizenzen vergeben. Die katholische Kirche bezweifelt, dass die Einnahmen den Armen zugutekommen werden. 

„Dutertes Entscheidung wird nur dem Business zugutekommen, nicht den Menschen, vor allem nicht den Armen und den marginalisierten Gemeinschaften“, sagte Bischof Jose Collin Bagaforo von Kidapawan gegenüber lokalen Medien kurz nach der Verkündung des Präsidialdekrets. Die Regierung habe sich wieder einmal mehr von der Gier als vom Gemeinwohl leiten lassen. Die katholische Kirche fordere Präsident Duterte auf, die Aufhebung des Moratoriums für den Bergbau zu überdenken. 

Mitte April hatte Rodrigo Duterte angekündigt, neue Großprojekte im Bergbau wieder zuzulassen. Damit hob er ein Moratorium aus dem Jahr 2012 auf: Damals hatte Dutertes Vorgänger Benigno Aquino die Lizenzvergabe für neue Projekte in kritischen Ökosystemen, auf landwirtschaftlich ertragreichen Böden und in potenziellen Tourismusgebieten gestoppt.

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erschienen in Ausgabe 6 / 2021: Selbst bestimmen!

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