Berlin
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Zwanzig Jahre Zusammenarbeit für Frieden und Entwicklung

Frieden und Entwicklung sind untrennbar miteinander verbunden. Aus diesem Grund gibt es die Arbeitsgemeinschaft FriEnt, die diesen Herbst ihr zwanzigstes Jubiläum feiert und international als Vorbild gilt.

Als im Jahr 2001 die Arbeitsgruppe Frieden und Entwicklung, kurz FriEnt, gegründet wurde, klangen der Völkermord in Ruanda und der Krieg auf dem Balkan noch nach. Unmittelbar darauf folgten die Terroranschläge in den USA von 9/11. Hilfswerke und Stiftungen im Norden nahmen sich vor, lokalen Partnerorganisationen in von Konflikten betroffenen Bevölkerungskreisen, deren Erfahrungen und Perspektiven eine Stimme zu geben. Zugleich wuchs die Erkenntnis, ohne Einfluss auf Regierungen und ohne methodisch fundierte Friedensarbeit sowie funktionierende Staatlichkeit würden Erfolge der Friedensarbeit begrenzt bleiben. 

So entstand mit FriEnt eine nach Meinung aller Beteiligten modellhafte Partnerschaft von Staat und Zivilgesellschaft, die nach Ansicht von Martin Schuldes, der das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) im FriEnt-Vorsitz vertritt, „einzigartig in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ ist. Auch in anderen Ländern werde FriEnt als innovatives Beispiel für eine gleichberechtigte Multi-Akteurspartnerschaft gewürdigt. Die Vielfalt der Mitglieder von lokalen Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen an der Basis einerseits und Regierenden im globalen Norden und im globalen Süden andererseits schaffe „einen wertvollen Zugewinn“, betont Michael Hippler, seit 2015 der zweite Ko-Vorsitzende und Abteilungsleiter des katholischen Hilfswerks Misereor. 

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erschienen in Ausgabe 11 / 2021: Leben im Dorf

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