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In einem kürzlich erschienen Fachartikel zeigen Boniface Mabanza und Marita Wagner auf, dass das grüne Wasserstoffprojekt in Namibia nicht losgelöst von kolonialer Geschichte verstanden werden kann. Sie ordnen das Vorhaben in die Gewalt- und Enteignungsgeschichte zwischen Deutschland und Namibia ein und verbinden es mit aktuellen Kämpfen um Anerkennung, Wiedergutmachung und Reparationen, etwa rund um die „Joint Declaration“. Zugleich analysieren sie die politische Ökonomie der Energiewende: Wer profitiert vom grünen Wasserstoff, wer setzt die Agenda und wie wirken Machtasymmetrien hinter Begriffen wie „Partnerschaft“ und „Entwicklung“ weiter? An Land- und Wasserfragen sowie erinnerungspolitischen Konflikten (z. B. Shark Island) zeigen sie auf, dass eine wirklich gerechte Transformation koloniale Kontinuitäten aktiv vermeiden und Verantwortung konkret werden lassen muss.
Der Text ist Teil des Sammelbands „Verflochtene Erinnerung. Theologische und interdisziplinäre Beiträge zur Memoria passionis in der globalisierten Gegenwart“, herausgegeben von Reinhold Boschki, Elisabeth Migge, Sebastian Pittl, Fana Schiefen und Michael Schüßler.
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