Dammbau gefährdet Flüsse

(29.08.2014) Neue Argumente für die Gegner von Staudämmen: Der Dammbau führe zu schlechterer Wasserqualität und einem Verlust der Artenvielfalt, warnt die Umweltorganisation International Rivers. Sie hat eine umfangreiche Datenbank erstellt.

Einige der weltweit größten Flussbecken – darunter der Mississippi, der Yangtse, der Paraná und die Donau – seien in einem Maße gestaut worden, dass sie ernsthaft gefährdet sind, erklärte der Geschäftsführer von International Rivers, Jason Rainey, bei der Vorstellung der Datenbank. Sie liefert Informationen über die 50 größten Flüsse weltweit.

Als Beispiel für die schädlichen Folgen des Dammbaus nennt International Rivers das Flussbecken von Euphrat und Tigris im Nahen Osten. Es sei eines der am meisten fragmentierten Gewässer der Welt. Salztolerante Pflanzen, die zum Schutz der Ufer dienten, sowie Plankton, das die umliegenden Felder gedüngt hat, seien verschwunden. Der Lebensraum für Fische, Vögel, Wasserbüffel, Antilopen und Gazellen sei stark eingeschränkt.

Einige der Flussbecken, die noch nicht so stark gestaut wurden und relativ gesund seien, seien nun von größeren Projekten bedroht, warnt die Organisation. So beheimate der Amazonas gegenwärtig noch rund 14.000 Säugetierarten sowie mehr als 2000 Fischarten und 1500 Vogelarten. Diese Vielfalt sei bedroht: Gegenwärtig seien am Paraná-Fluss 412 Dämme geplant oder im Bau, am Amazonas-Fluss 254. (gka)

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