Ausländische Direktivestitionen
Ausländische Direktivestitionen

Kein Vorschuss für die Investoren

Viele Regierungen im Süden werben um Investitionen aus dem Ausland. Das kann für die Entwicklung des Landes sinnvoll sein – jedoch nur unter bestimmten Bedingungen.

Ausländische Direktinvestitionen können wesentlich dazu beitragen, den technischen Stand eines Landes zu heben, Beschäftigung zu schaffen und wirtschaftliches Wachstum anzuregen. Deshalb versuchen viele Staaten, Auslandsinvestoren anzuziehen. Die Erfahrung zeigt indes, dass Investitionsanreize, die sich ausschließlich an ausländische Firmen richten, nicht zu empfehlen sind.

Als ausländische Direktinvestitionen (ADI) gelten Anlagen, deren Ziel es ist, auf Dauer die Tätigkeit eines ausländischen Unternehmens zu beeinflussen. Die Absicht, sich am Management zu beteiligen, unterscheidet sie von sogenannten Portfolio-Anlagen, bei denen nur Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere gekauft werden. ADI können die Form von sogenannten Greenfield Investments haben, das heißt, sie schaffen neue Unternehmen und geben dabei Technologie und Managementtechniken weiter. Es können aber auch Fusionen und Übernahmen bestehender Firmen sein. Dies führt normalerweise nicht zu Technologietransfer und schafft keine neuen Produktionsanlagen; es kann sogar zu Einbußen bei Arbeitsplätzen und beim technologischen Stand führen.

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erschienen in Ausgabe 10 / 2018: Privates Geld gesucht

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