Risikoversicherungen
Baumwollbäuerinnen in Sambia lassen sich erklären, wie sie sich mit einer Versicherung vor Ernte­einbußen schützen können.  
Risikoversicherungen

Versichert in die Klimakatastrophe

Mit der Erderwärmung steigen die Risiken für Bauern in aller Welt. Für Versicherungsunternehmen eröffnet das ein neues Geschäftsfeld.

Damit hat Ulrich Hess nicht gerechnet. Der Mitarbeiter der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) steht im März 2017 in der Lagerhalle einer Baumwollplantage nahe der Stadt Mumbwa in der Zentralprovinz von Sambia. Er soll ein Finanzinstrument vorstellen, das helfen kann, Dürrefolgen zu bewältigen. Er ist nicht zum ersten Mal hier, und er hat sich einmal mehr darauf eingestellt, einige Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch die etwa zwei Dutzend Kleinbauern hängen regelrecht an seinen Lippen, obwohl ihnen der Schweiß bei Temperaturen bis zu 40 Grad über die Stirn rinnt und sie drei Stunden fast ohne Trinkpause ausharren. Sie saugen jedes Wort auf. Das wichtigste lautet: „Klimarisikoversicherung“.

Gegen eine jährliche Prämie können sich die Kleinbauern gegen Ernteausfälle als Folge von Trockenheit über ihren Arbeitgeber, dem Agrarunternehmen NWK Agri-Services, versichern. Unterschreiten die Niederschläge einen bestimmten Schwellenwert, zahlt ihnen das Unternehmen, das mit einer regionalen Versicherung kooperiert, innerhalb kürzester Zeit eine Entschädigung.

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erschienen in Ausgabe 10 / 2018: Privates Geld gesucht

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