Simbabwe
Lange Warteschlange an einer Tankstelle in Harare. Simbabwe steckt in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit zehn Jahren.
Simbabwe

Treibstoff für die Krise

Simbabwe steht auf der Kippe. Die wirtschaftliche Not treibt die Leute auf die Barrikaden, und die Regierung wittert eine Verschwörung aus dem Ausland. Doch der Präsident und sein Stellvertreter sind sich selbst nicht einig, wie es in dem Land weitergehen soll.

Zwölf Menschen wurden laut Human Rights Watch in Simbabwe bei den gewaltsamen Protesten im Januar von Sicherheitskräften des südafrikanischen Staates getötet. Anlass der Proteste, die von der Regierung mit der größten staatlichen Razzia seit Jahren beantwortet wurden, waren Treibstoff- und Bargeldmangel sowie eine Preiserhöhung für Benzin und verschiedene Grundnahrungsmittel.

Unter den Toten waren nach Regierungsangaben ein Polizist, der in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt des Landes, erschlagen worden sein soll, und eine Reihe unbewaffneter Zivilisten, meist arbeitslose Jugendliche aus kleineren Ortschaften außerhalb der Hauptstadt Harare und dem westlich davon gelegenen Kadoma.

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