Versorgung mit Arzneimitteln
Medizin in gesicherter Qualität anzubieten, ist in armen Ländern nicht leicht. Hilfsorganisationen unterstützen lokale Gesundheits­einrichtungen dabei – hier ein kirchliches Gesundheitszentrumin Tansania.
Versorgung mit Arzneimitteln

Medikamente bis zur „letzten Meile“

Fast zwei Milliarden ­Menschen weltweit haben keinen Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten. Verschiedene Organisationen versuchen, die Versorgung bis in die kleinsten Dörfer zu verbessern

Eine universelle Gesundheitsversorgung einschließlich des Zugangs zu wirksamen Medikamenten weltweit ist eines der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, der SDGs (Sustainable Development Goals). Umgesetzt ist es noch lange nicht. Zwar hat sich die Situation in den vergangenen 30 Jahren deutlich verbessert, aber von einer flächendeckenden Versorgung mit Medizin bis zur „letzten Meile“, also in jedes Dorf, ist man gerade in ländlichen Gegenden Afrikas, Lateinamerikas oder Asiens noch weit entfernt.

Dafür gibt es viele Gründe: Oft sind die staatlichen Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern unterfinanziert, die Bürger haben keine Krankenversicherung, Arzneimittel sind für sie zu teuer oder überhaupt nicht verfügbar. Hinzu kommen häufig schlechte In­frastruktur, Schwierigkeiten bei der Lagerung, der Mangel an Qualitätsstandards oder es fehlt Fachpersonal. In Afrika werden circa acht von zehn Medikamenten importiert – zum einen weil es kaum einheimische Hersteller gibt, zum anderen weil afrikanische Pharma­unternehmen gegenüber der ausländischen Konkurrenz im Nachteil sind.

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erschienen in Ausgabe 6 / 2019: Arznei und Geschäft

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