Tansania
Die Geita-Goldmine in Tansania. Über den Goldexport haben viele Großkonzerne Steuern vermieden. Regierungschef John Magufuli hat diesen Steuersündern seit 2015 den Kampf angesagt – zum Teil mit Erfolg.  
Tansania

Tricksereien beim Goldexport

Die Regierung von Tansania versucht, die Steuereinnahmen aus dem Goldbergbau zu steigern und illegale Finanzflüsse auszutrocknen. Doch das ist schwierig.

Afrika ist gesegnet mit einer Vielfalt an natürlichen Ressourcen wie Diamanten, Gold oder Kupfer. Doch die meisten Länder haben daraus bislang wenig Nutzen ziehen können; der Reichtum an Ressourcen geht in Afrika oft mit einem niedrigen sozioökonomischen Entwicklungsstand einher. Dieser sogenannte Ressourcenfluch hat viele Ursachen: Eine davon sind illegale oder zumindest illegitime Finanzflüsse aus dem Bergbau in afrikanischen Ländern. Vor allem transnationale Unternehmen wollen damit Steuern vermeiden oder illegal hinterziehen.

Zur Finanzierung der UN-Nachhaltigkeitsziele ist es wichtig, die Steuereinnahmen aus dem Bergbau zu erhöhen. Illegale Finanzflüsse unterminieren jedoch dieses Vorhaben. Die UN-Wirtschaftskommission für Afrika hat in einem Bericht geschätzt, dass dem Kontinent dadurch pro Jahr mehr als 50 Milliarden US-Dollar verloren gehen; das ist mehr als die öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) für Afrika. Das meiste illegal ins Ausland geflossene Geld stammt aus dem Bergbau.

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erschienen in Ausgabe 10 / 2019: Ab in die Steueroase

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