Ernährungssicherung
Abdi Karim hat in Somaliland Wege gefunden, ­Gemüse anzubauen, ­obwohl das Klima trockener wird.
Ernährungssicherung

Wo der Klimawandel sich längst auswirkt

Früher gab es am Horn von Afrika üppige Regenzeiten, heute sind Dürren die Regel. Die Bauern und Viehhirten in Somalia und Somaliland lernen, damit umzugehen. Aber vielen gelingt das nicht.

Voll Stolz beugt sich Abdi Karim über seine Rote Beete und seine Spinat- und Papayapflanzen und berührt ihre Blätter. Seine Gärtnerei, in der grüne Netze die heranwachsenden Pflanzen vor der erbarmungslosen Sonne schützen, ist eine grüne Oase inmitten ausgedehnter, verdorrter Felder unweit von Hargeisa, der Hauptstadt von Somaliland.

Karim ist einer der Bauern, die im Rahmen eines Programms, das die Organisation Concern Worldwide mit irischer Entwicklungshilfe durchführt, neue Anbautechniken ausprobieren. Das Programm hilft Bauern in Somaliland beim Anlegen von Präsentationsfeldern, auf denen wirkungsvolle Anbaumethoden gezeigt werden, die Pflanzen trotz der Trockenheit in der Region am Leben erhalten können. Lena Voigt, die Regionalkoordinatorin von Concern, sagt, sie hoffe, dass andere Bauern Karims Fläche besichtigen, um dann zu Hause ihre eigenen provisorischen Gärtnereien anzulegen.

...

erschienen in Ausgabe 11 / 2019: Aufbruch am Horn von Afrika

Neuen Kommentar schreiben