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Frankfurt Flughafen ShoppingDie Corona-Krise hat im Januar den Flughafen in Frankfurt am Main weitgehend lahmgelegt. Ob nach der Krise das übliche Geschäft zurückkehrt, ist offen.

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Lob und Kritik für die neue Nachhaltigkeitsstrategie

Die Bundesregierung hat ihre Nachhaltigkeitspolitik auf eine neue Grundlage gestellt. Fachleute sehen Fortschritte, beklagen aber ein altes Problem: den Mangel an politischer Führung. 

Seit ihrer Erstauflage im Jahr 2002 wurde die Strategie schon mehrfach aktualisiert, vor allem seit der Verabschiedung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG) im Jahr 2015. Doch drängen Wissenschaftler und Fachleute darauf, die Anstrengungen weniger auf einzelne Ziele, sondern auf umfassendere Politikbereiche zu konzentrieren – sogenannte Transformationsbereiche –, um besser Wechselwirkungen und Zielkonflikte berücksichtigen zu können, etwa in der Energie- und Klimapolitik. 

Der Bund hat sich das zu eigen gemacht und in der neuen Strategie sechs Handlungsbereiche umrissen. Der erste, „Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten, soziale Gerechtigkeit“, verknüpft gleich sieben SDGs auf einmal. Um weltweit Wohlergehen zu ermöglichen, heißt es, „müssen Menschenrechte geachtet, Arbeit angemessen entlohnt, soziale Sicherung geschaffen, geschlechtsspezifische Ungleichheiten bekämpft und gesellschaftliche Strukturen, die marginalisierte Bevölkerungsgruppen und Minderheiten daran hindern, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, verändert werden“. 

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erschienen in Ausgabe 4 / 2021: Abholzen, abbrennen, absperren

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