Oxfamläden
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"Mehr als eine Verkaufsstätte für Secondhandartikel"

Als Pflegefachkraft war Gabriele Sarteh in vielen afrikanischen Ländern und im Nahen Osten. In Ihrem Ruhestand engagiert sie sich für die Hilfsorganisation Oxfam. Im Interview erzählt sie, was sie antreibt.

 Gabriele Sarteh ist Pflegefachkraft und engagiert sich ehrenamtlich im Bonner Oxfam-Shop.Privat
Wie sieht Ihre Arbeit aus?
Der Oxfam-Shop ist mehr als eine Verkaufsstätte für Secondhandartikel, er ist ein Ort des Dialogs, an dem Menschen mit uns über eine gerechte Welt ohne Armut ins Gespräch kommen. Als Ehrenamtliche verkaufe ich gut erhaltene Dinge wie Kleidung, Bücher, Spiele oder Haushaltswaren, die uns gespendet werden. Die Gewinne fließen in Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit oder in politische Kampagnen wie „Gift auf Wein, das lass‘ sein“, für die wir in den insgesamt 55 Oxfam-Shops 2019 rund 34.000 Unterschriften gesammelt haben. 

An wen richtete sich diese Kampagne?  
An das Parlament in Kapstadt. Die Kampagne geht auf eine Initiative der südafrikanischen Organisation „Women on Farms“ zurück. Viele Pestizide, die in Südafrika bei der Weinernte eingesetzt werden, sind hochgiftig und in Europa verboten. Die Farmarbeiterinnen haben mit einer großen Demonstration das Parlament aufgefordert, die gefährlichen Mittel zu verbieten. Ich war als Vertreterin der Ehrenamtlichen für Oxfam bei der Übergabe der Petition dabei und konnte mit den Unterschriften aus dem Absatzmarkt Deutschland den Aktivistinnen Unterstützung zeigen. Das hat auch mich sehr motiviert.

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erschienen in Ausgabe 4 / 2021: Abholzen, abbrennen, absperren

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