Benin
 Bevor sie zu Tofu verarbeitet werden, werden die Sojabohnen auf ihre  Qualität geprüft, hier in der Nähe der Stadt Parakou. 
Benin

Mit Sojabohnen zum Erfolg

Sojaprodukte werden in Benin immer beliebter. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt deshalb die Verarbeitung im Land – und zeigt, wie Kleinbauern sinnvoll in Wertschöpfungsketten eingebunden werden können

Es ist ein Glücksfall für Benin, dass hier nicht nur Soja angebaut werden kann, sondern Sojaprodukte in der täglichen Ernährung seit Generationen eine Rolle spielen. So ist es üblich, Tofu und Sojamehl herzustellen. „Sojakäse“ ist eine preisgünstige Alternative zum mehrfach teureren Kuhmilchkäse; Sojamehl, bekannt als gute Nahrungsergänzung, findet sich in Keksen und wird in der Schul- und Krankenhausspeisung verwendet.

Seit zehn Jahren fördert Deutschland im Rahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit mit Benin die Wertschöpfungskette für Soja. Bis dahin litt sie an erheblichen Schwachstellen: Es gab zu wenig hochwertiges Saatgut, die Verarbeitung der Ernte reichte nicht sehr weit und die Vermarktung war ebenso mangelhaft wie die Selbstorganisation der beteiligten Bäuerinnen und Bauern, der verarbeitenden Betriebe und des Handels. Auch brachte das bis dahin genutzte Saatgut nur mäßige Erträge und war vor der Ernte extrem anfällig: Schon wenige Tage nach der optimalen Reife platzten die Schoten auf, so dass große Teile der Bohnen auf dem Feld verloren gingen. 

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erschienen in Ausgabe 6 / 2021: Selbst bestimmen!

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