Schweiz
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Gemischtes Echo auf die Afrikastrategie

Erstmals hat die Schweiz eine Strategie für ihre Afrikapolitik verabschiedet. Die Regierung lobt sich dafür, doch Kritiker zweifeln, dass das die Politik gegenüber dem Kontinent verbessert.

Subsahara-Afrika gewinne an „weltpolitischem Gewicht und wirtschaftlicher Relevanz“, so hatte der Bundesrat die Verabschiedung der Subsahara-Afrika-Strategie 2021-2024 Anfang des Jahres begründet. In einer ersten Bilanz stellt das Außendepartement EDA auf Anfrage fest, die Schweiz wolle in der Umsetzung die „langjährige Tradition der Partnerschaft mit Subsahara-Afrika“ nutzen und die Beziehungen „diversifizieren“. In den Kontakten mit Ministern und Verantwortlichen der afrikanischen Staaten habe sich der Bezug auf die Strategie bewährt. Die Strategie diene als gemeinsamer Referenzrahmen.

Die Strategie sei positiv zu werten, urteilt auch Herbert Schmid, ehemaliger Mitarbeiter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, in der Septemberausgabe des Afrika-Bulletin der Universität Basel. Schmid hat unter anderem die DEZA-Kooperationsbüros in Südafrika und Mosambik geleitet. Die Strategie bilde ein „Rahmenwerk, das auf seine Konsistenz und die Durchführung überprüft werden kann, auch wenn die Vorgaben allgemein gehalten sind“. Auf Anfrage ergänzt er, dass die Strategie wohl dem Wunsch nach größerer politischer Kohärenz entspreche. So würden die wirtschaftlichen Beziehungen zunehmend für entwicklungspolitische Ziele genutzt. Die Strategie biete dazu die strategische Grundlage, so Schmid.

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erschienen in Ausgabe 11 / 2021: Leben im Dorf

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