Herausgeberkolumne
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Die Kraft der Zivilgesellschaft

Weltweit zwingen Krieg, Gewalt und Armut Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Beim G7-Gipfel in Elmau sollten die Regierungen die globale Zivilgesellschaft für den Umgang mit diesen Anforderungen stärken.

 Hermann Bredehorst/Brot für die Welt
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind nach UN-Angaben mehrere Millionen Menschen aus dem osteuropäischen Land geflüchtet. Kinder, Jugendliche, Familien, alte und kranke Menschen suchen Schutz im Ausland. Viele konnten sich kaum auf ihre Flucht vorbereiten, oft haben sie nur ein paar wichtige Dokumente bei sich.

Die Einwohner von Anrainerstaaten wie Rumänien, Ungarn, Slowakei, Polen und Republik Moldau empfangen die Betroffenen und arbeiten bis zur Erschöpfung. Unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, privat oder von Hilfsorganisationen organisiert, verteilen Wasser, Lebensmittel, Decken, Medikamente und bieten Schutz in Notunterkünften für diejenigen, die alles verloren haben. Auch Ukrainerinnen und Ukrainer aus Regionen, die bislang nicht angegriffen wurden, leisten wichtige Soforthilfe. Das Engagement der Zivilgesellschaft ist enorm. Herzergreifende Szenen gehen um die Welt und zeigen eine solidarische Gesellschaft – ohne sie wäre Hilfe wie diese in Notsituationen nicht möglich.

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erschienen in Ausgabe 6 / 2022: Afrika schaut auf Europa

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