Schweiz
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Aus Kokosfasern Häuser bauen

Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) startet ein neues Forschungsprogramm zur Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung. Die Erfahrung zeigt aber: Manche so gewonnenen Lösungsvorschläge lassen sich gar nicht so leicht verwirklichen. 

Das neue Deza-Forschungsprogramm dauert von 2022 bis 2026 und umfasst einen Kreditrahmen von 19 Millionen Franken. Mit im Boot ist auch der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Das Programm sei eine „Reaktion auf das aus Wissenschafts- und Entwicklungskreisen gemeldete Interesse an mehr Möglichkeiten zu transdisziplinärer Forschung“, schreibt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Medienmitteilung. Zudem wolle man mit dem Programm die Schweizer Forschungsgemeinschaft stärker einbeziehen. Vier Fünftel des Etats, den die Deza insgesamt für Forschung aufwendet, geht an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Partnerländern der Deza.

Es gibt bereits ein gemeinsames Forschungsprogramm der Deza und des Nationalfonds, das Ende nächsten Jahres ausläuft. Insgesamt wurden damit laut der Deza 57 Forschungsprojekte in 50 Entwicklungsländern unterstützt. Dabei ging es zum Beispiel um die Herstellung umweltfreundlicher Baumaterialien aus Kokosnussschalen auf den Philippinen oder um die Entwicklung von Algorithmen zur gezielteren Verschreibung von Antibiotika für Kinder in Tansania. 

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erschienen in Ausgabe 6 / 2022: Afrika schaut auf Europa

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