Der Fall Venezuela aus Peru betrachtet

Interventionismus
Die Infostelle Peru, genauer gesagt deren Gastautor Harald Ort, betrachtet das militärische Eingreifen der USA in Venezuela aus einer entwicklungspolitischen Perspektive.

Den vollständigen Text lesen Sie bei der Infostelle Peru. 

Eine entwicklungspolitische Analyse im Licht der aktuellen Entwicklungen von unserem Gastautor Harald Ort. Er lebt seit November 2012 in Peru und arbeitet zu entwicklungspolitischen Fragestellungen in Lateinamerika. Seine Schwerpunkte liegen auf nachhaltiger Entwicklung, Umwelt- und Gesellschaftsfragen mit Fokus auf die Amazonasregion.

Im Januar 2026 hat sich die politische und geopolitische Lage in Lateinamerika drastisch zugespitzt, namentlich durch die Ereignisse in Venezuela. In einer überraschenden militärischen Operation der Vereinigten Staaten wurde der amtierende Präsident Nicolás Maduro im Rahmen eines Luftangriffs festgenommen und außer Landes gebracht. Die US-Administration unter Führung von Donald Trump erklärte anschließend, sie werde Venezuela vorübergehend selbst „führen“, bis eine „sichere, angemessene und gerechte“ politische Übergangsphase eingeleitet werden könne. Er hat sich dabei insbesondere die Kontrolle über den ölwirtschaftlichen Sektor gesichert. Diese Eskalation markiert einen historischen Einschnitt in der amerikanisch-lateinamerikanischen Politik und wirft schwerwiegende entwicklungspolitische Fragen auf.

Die jüngsten Ereignisse begannen am 3. Januar 2026 mit starken Explosionen in Caracas und anderen Regionen Venezuelas, die auf US-Luftangriffe zurückgeführt wurden. Kurz darauf bestätigten offizielle US-Kanäle die Festnahme Maduros und seiner Frau. Sie wurden nach New York gebracht, wo Maduro Drogen- und Korruptionsvorwürfe zur Last gelegt werden.

Diese Vorgehensweise, so lesen internationale Kommentator*innen, stellt einen außergewöhnlichen Bruch mit etablierten Normen des Völkerrechts dar. Analysen von außenpolitischen Think-Tanks betonen, dass die militärische Aktion und die Entführung eines amtierenden Staatsoberhauptes ohne Mandat des UN-Sicherheitsrats einen klaren Verstoß gegen das Gewaltverbot der UN-Charta darstellt und erhebliche rechtliche und politische Risiken birgt. Parallel dazu hat der US-Senat eine Resolution blockiert, welche weitere Militäraktionen Trumps in Venezuela einschränken sollte, was auf innenpolitische Spannungen in den USA über den Einsatz exekutiver Gewalt hindeutet.

Lesen Sie weiter bei der Infostelle Peru. 

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